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Schreibimpulse

Aktualisiert: 20. Juli 2023

Wie versprochen gibt es heute die Schreibimpulse zum vorherigen Blogbeitrag.


Expressives Schreiben gehört zu den am besten erforschten Schreibübungen und schreibtherapeutischen Interventionen und dient der Verarbeitung von belastenden Ereignissen. Wenn ein belastendes Erlebnis stattgefunden hat, ist es wichtig ein bis zwei Monate mit dem Schreiben zu warten. Da während dem Schreiben oft Erinnerungsbruchstücke wiederkehren können. Bei besonders traumatisierenden Ereignissen empfiehlt es sich auch in der dritten Person zu schreiben, um Distanz zu schaffen (= Distanzierungstechnik)


Wirkung von expressivem Schreiben:

· Verbesserte Immunsystem

· Verbesserte Lungen und Leberfunktion

· Verbessertes Gedächtnis

· Bessere soziale Integration

· Weniger Verstimmungen

· Lösen von Prüfungsangst

Schon eine Schreibintervention von 3-5 Tagen für 10- 30 Minuten kann eine enorme Auswirkung haben.


Expressives Schreiben gehört zu den am besten erforschten Schreibübungen und schreibtherapeutischen Interventionen und dient der Verarbeitung von belastenden Ereignissen."


Bibliotherapie


Die Bibliotherapie beschreibt das Lesen von ausgewählten Texten zu therapeutischen Zwecken. Keine Informativen, sondern poetischen Texte.

Man unterscheidet zwischen drei Formen:

· Rezeptive oder preskriptive Bibliotherapie

· Adjuvanz oder induktive Bibliotherapie

· Expressive oder kreative Bibliotherapie

Alle drei Formen lassen sich sowohl in der Einzelsitzung als auch in Gruppen anwenden. Diese Methoden nutzen alle die Fähigkeit der Intuition, die unsere Stimmungen und Empfindungen spiegeln.


Rezeptive oder angeleitete Bibliotherapie

Es werden von der beratenden Person ausgewählte Texte vorgelesen. Aus dem Bereich literarische Texte, Märchen oder Lyrik. Sie sollen zu den Situationen und Themen der Klienten passen. Ressourcen, sowie innere Gefühle werden aktiviert und im weiteren Verlauf auch eigene Texte geschrieben. Mit dieser Methode leitet man ein wenig ein in eine andere Welt abzutauchen, etwas Ablenkung, dem Träumen hingeben, aber auch das konfrontieren mit der eigenen Geschichte, und das zulassen neuer Sichtweisen ermöglichen oft neue Lösungen, die bis dahin nicht in Betracht gezogen wurden.

Hier kann man bis zur nächsten Sitzung wieder einen Impuls mitgeben.


Adjuvant symbolische oder induktive Bibliotherapie

Bei dieser Methode wird in einer Psychotherapie oder ein Kreativtherapeutisches Verfahren eingebunden. Mit Textvorlagen gelesen, und vorgelesen werden wird wahrgenommenes bearbeitet und reflektiert.


Expressive oder Kreative Bibliotherapie

Bei dieser Methode erstellen Klienten Texte zu den Bereichen „Ich“, „Stress“, und „Traum“. Dieser Prozess ist Prozessorientiert und strukturiert über einen mindestens dreiwöchigen Setting. (Bolton 1999)


Ich - Selbstverständnis, Selbstwahrnehmung

Hier eigenen sich Texte aus biografischem Material.


Stress - ist das Ventil für belastende Erfahrungen, und starke Emotionen. Lösungsmöglichkeiten die sich hier auftun, sollten nicht gleich auf Umsetzung geprüft werden, da dies den Prozess beeinträchtigt.


Traum - Die Welt erweitern, neue Welten entdecken, Hoffnung entwickeln

Alle Texte die aus Ich- Stress und Traum entstanden sind, können zu einer Kraftgeschichte zusammengefasst werden. Es kann in Gedichtform oder auch in Märchenform geschrieben werden. Für den Klienten stellt diese Geschichte seine Ressourcen dar, und kann als Anker für die weitere Verarbeitung herangezogen werden.

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